![]() 21. Bluesfest Gaildorf 2009 - Der Freitag - 03.07.2009 |
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Wieder war ein grosses Bluesfest angesagt. Diesmal gings nach Gaildorf im Schwäbischen, zum nach dortigem Bekunden, ältesten deutschen Bluesfestival, das im Abstand von jeweils 2 Jahren in diesem Jahr bereits zum 21. Mal stattfand. Die Anfahrt zog sich inkl. stundenlangen Staus, aber es hat sich gelohnt.. Wie das Auge des "geübten Betrachters" links erkennen kann, war das Lineup vom Allerfeinsten und es gab auch wieder eine Überraschung die einen mit der Zunge schnalzen liess. Das Festivalgelände lag auf den Kocherwiesen, nahe dem Flüsschen Kocher das durch Gaildorf fliesst. Die Bühne war in einem riesigen, halboffenen Zelt untergebracht das sowohl genügend Platz vor der Bühne zum Stehen, als auch Sitzplätze bot.. Seperat war die Bewirtung im hinteren Zeltbereich untergebracht, wo es alles gab was es an Essen (alles übrigens sehr sehr schmackhaft und preiswert) und Trinken zu wünschen gab. Eine Menge Helfer waren im Einsatz und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Leider hatte sich die Wiese draussen, durch etliche vorherige Gewittergüsse in ein bisschen Matsch verwandelt, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Beide Tage waren sehr gut besucht. Der Blues lebte wie man sehen konnte :-)
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Als Opener hatte man den Briten
Matt Schoefield verpflichtet.
Damit hatte man ohne Zweifel einen Glücksgriff getan, denn der kam ohne Umschweife zu Sache und spielte das Publikum in die richtige Festivalslaune hinein. Der Mann spielt eine herrliche Gitarre und kann am Griffbrett alles. Leider hat mich dabei die Hammond etwas gestört, die sogar in die Solo von Matt reineierte und einen Klangbrei fabrizierte. Wie man das mit dem gleichen Instrument um Längen besser machen kann, bewiesen die Tastenleute einiger Bands, die in den 2 Tagen noch aufspielen sollten. |
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Trotzdem zeigte Matt mit seinem
kraftvollen Bluesrock und auch bei sattem Blues, mit einer sicheren
"Bluesröhre" ausgestattet, den immer mehr werdenden Lauschern, warum er auf der Insel
zu den gefragtesten Blues Live Acts gehört. Ohne Zugabe liess man ihn nicht von der Bühne und in selbiger zog er nochmal so richtig vom Leder und brachte die Jungs und Mädels so richtig in Bewegung. Sichtlich zufrieden und sehr sympathisch zeigte er sich nach seinem Auftritt, wie übrigens alle Künstler dieses Festivals , beim Signieren der Cds am vor dem Zelt gelegenen Verkaufsstand, der eifrig genutzt wurde. Wir werden euch Matt Schoefield im Rahmen unserer Radiosendungen auf der Road demnächst sicher noch genauer vorstellen. Der Mann ist es wert dass man ihn im Auge behält
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Das Zelt füllte sich zusehends und
auch das Freigelände war gut besucht.
Ärgerlich war dass einige mit ihren durch den Schlamm versauten Schuhen bei den Auftritten auf die Bänke stiegen und nicht nur die Sicht versperrten, sondern auch die Bänke versauten, so dass sich ein Anderer kaum mehr hinsetzen konnte ohne seine Kleidung zu versauen. Menschen gibt es , ich sags euch. Der Grossteil der Besucher war natürlich völlig in Ordnung und gutgelaunt zum Bluesfest erschienen und es herrschte eine sehr gute Stimmung. |
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Ja und dann kam sie die
Überraschung, die mir fast die Schuhe auszog vor Begeisterung. Waren es vor ein paar Wochen beim Bluesfestival in Schöppingen Dana Fuchs und Layla Zoe gewesen, die eine sensationelle Show boten, war es dieses Mal Shakura S`Aida, die ich vorher noch nie gesehen, respektive gehört hatte. Mein Gott, was hat die Frau eine Ausstrahlung und vor allem was für eine Stimme !! Das rhythm & blueste dass es staubte und brachte die voll mitgehenden "Bluesianer" so richtig in Wallung dass es eine Freude war. Das röhrte und wimmerte aus einer bluesgetränkten Kehle wie weiland Mama Thornton oder Katie Webster in Glanzform und wummte dir eine "Gänsehaut auf die Federn" dass es eine Pracht war. Kraftvoll und ungefiltert prasselte da ein Song nach dem Anderen auf die schier aus dem Häuschen geratenene Menge nieder. Dazu eine Band die über die volle Distanz nicht hinterherhinkte, sondern Vollgas gab. Und Shakura liess nicht locker sondern drehte die Bluesschraube immer enger. Als ihr dann noch bei "I`d Rather Go Blind", das sie mit der Wienerin Meeny Cryle im Duett, , atemberaubend vortrug, noch Coco Montoya mit einem Wahnsinnsolo seine Referenz erwies, gabs keiner mehr der nicht hingerissen von dieser Performance war. Das war absolute Weltklasse !!!! |
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Dazu mit der Kanadierin
Donna Grantis eine
mitgehende, exzellente Gitarristin und mit Lance Anderson der an der
Hammond eine Spitzenleistung nach der Anderen fabrizierte, sowie
Russel
Jackson am Bass und
Dave Patel an den Drums, sorgte die Band dafür dass
das Festival seinen ersten Höhepunkt hatte. Mann war das fett !! Ganz grosses Kompliment an diese Künstlerin und ihrer Band die sich mit ihrem Auftritt eindrucksvoll in die Herzen des Publikums gespielt hat.. Davon werden wir noch ne Menge hören, das prophezeie ich euch !!
Shakura S`Aida in Gaildorf 2009 auf Youtube
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Lance Anderson bei der
Autogrammstunde war zusammen mit
Shakura S`Aida bestens drauf, denn die
Beiden konnten sich vor Komplimenten fast nicht retten. Verdient hatten sie sich das alle Mal. |
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Thomas Ruf von
Ruf Records war in
Gaildorf auch vor Ort und wie man munkeln hörte, soll Shakura S`Aida und
Meena Creyl bei
der Bluescaravan 2010 eine Rolle spielen. Das wär toll, zumal Shakura mit ihrer famosen Gitarrenfrau Donna Grantis jemand mitbringen würde, die die Tradition exzellenter weiblicher Gitarrenkünstlerinnen bei der Bluescaravan nahtlos fortsetzen würde. Sollte das stimmen, könnt ihr die nächste Caravan schonmal blind buchen, denn das wird dann ein Knaller. Mit Coco Montoya hat Ruf Records übrigens ein weiteren Weltklassemann unter Vertrag genommen. Da tut sich was im Hause Ruf. |
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Nach dieser furiosen,
emotionsgeladenen Vorstellung von Shakura dachte ich, oh Mann,
Michael
Burks wirds schwer haben. Grobe Fehleinschätzung !!! Genau wie 4 Wochen vorher in Schöppingen erspielte sich Burks innerhalb von Minuten sein Publikum und glänzte dabei. In Schöppingen war er durch eine Grippe stimmlich etwas indisponiert, aber an diesem Abend war er voll da und unterstrich seine fantastische Gitarrenarbeit einfühlsam mit seiner wie für den Blues gemachten Stimme. Wenn man jemand in so kurzer Zeit 2 mal hört ist es ja meistens so, dass sich das Aha-Erlebnis beim 2. Mal nicht mehr so einstellt. Bei Michael wurde diese These, zumindestens bei mir, ad absurdum geführt. Der Drive, mit dem er einstieg, sorgte direktemang ohne Umwege wieder für dieses "Wie geil ist das denn ?" Gefühl. Und dass ich mit dieser Meinung nicht alleinestand bewiesen mir ein ebenso hingerissenes Publikum. Michael Burks ist eine Bank für jede Veranstaltung !!! Mit Wayne Sharp am Keyboard und Donald Garrett am Bass hat er dazu 2 Spitzenkönner ihres Metiers an seiner Seite. |
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Dazu hat er an den Drums mit
Chuck
*Popcorn* Louden einen der groovigsten und härtesten Drummer sitzen, den
ich kenne und der gab Vollgas, als seien Robert Johnsons "Hellhounds auf
seinem Trail". Der hat einen Heidenspass bei seinem Job und "trommelt" sich das Herz aus dem Leib, ohne dabei sein herzhaftes Grinsen ad acta zu legen. Es macht einfach Spass diesem wandelnden Groovemaster zuzusehen wie er die Band vor sich hertreibt. Die Breaks sind perfekt auf den Punkt, ohne an Fahrt zu verlieren und er passt einfach zu Michael Burks Truppe wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge". Ob in den rockigeren Titel oder in seinen fast hypnotischen Slowblues, Burks ist Emotion pur und fasziniert seine Zuhörer ein um das andere Mal mit seiner Stimme und dieser Wahnsinns-Gitarre. Erpelpelle war mal wieder angesagt !!!. Einziges Manko war an diesem Abend die Lautstärke. Die schien mir etwas zu hoch. Das hat der Mann nicht nötig. |
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Chuck and me :-) Wir freuten uns, dass wir uns nach so kurzer Zeit wiedersahen und ich vor allen Dingen, dass er meinen "Schwellekopp" überhaupt noch erkannte. Der Junge ist auch abseits der Bühne einfach nur ein feiner Kerl, mit einem riesengrossen Herz, einem sonnigen Humor und einem Lachen, das selbst einen Eisberg in Sekundenschnelle zum schmelzen bringen würde. I love you "Popcorn" !!! |
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Die Southern Soul Revue mit Darell
Nulisch,
Tad Robinson und
Alex Schultz an der Gitarre machten den
Abschluss dieses 1. Tages des 21. Gaildorfer Bluesfestes. Ich muss leider gestehen, dass bei mir, nach der strapaziösen Anreise, die Luft etwas raus war und sich nach der Emotionsinvasion der vorherigen Auftritte nur noch wenig Energie in meinen morschen Knochen aufhielt.. So hörten wir uns 3 Stücke von Tad Robinson an die uns wundervoll gefielen aber jetzt nicht unbedingt der absolute "das musste gesehen haben Aufhalter" waren und machten uns auf den Heimweg zu unseren Unterkünften. Dass dies ein Fehler war wurde uns am anderen Tag von Freunden erzählt, denen gerade dieser Auftritt und besonders Alex Schultz an der Gitarre besonders gut gefallen hatte.
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Fazit des ersten Tages:
Ein bestens organisiertes Bluesfestival mit Künstlern die uns voll überzeugt hatten und eine Riesenlust auf den 2. Tag schürten. Man war auf dem Nachhauseweg immer noch so unter den Eindrücken von dem was man an diesem Tag erlebt hatte, das sich das erstmal setzen musste, bis man zur Ruhe kam. Also kehrten wir noch kurz in das nahegelegene Strandcafe ein und liessen den Tag mit etwas Klönen und einem netten Gespräch mit Einheimischen ausklingen. Der 2. Tag des Bluesfestes in Gaildorf wartete......... |
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