![]() Vdelli im Yard Club Köln am 13.10.2009
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Die australischen Bluesrocker von
"Vdelli" waren, auf ihrer diesjährigen
Tour quer durch Good Old Germany, an diesem Dienstagabend im
Yardclub in Köln angesagt. Jetzt ist ja Dienstagabend, zumal wenn er etwas verregnet ist, nicht gerade der Topausgehtag für engagierte Blueskonzertgänger, aber trotzdem verwunderte es mich etwas, dass nur ca. 50 bis 60 Besucher den Weg in den Yardclub gefunden hatte. Allerdings erlebten die, die gekommen waren einen Michael Vdelli in Hochform ! Im Vorfeld hatten wir uns von der BluesRoad einen Interviewtermin mit Michael geben lassen und trafen den äusserst sympathischen Frontmann in den Katakomben der Kantine auf einen Kaffee zu einem interessanten Gespräch. Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen: Interview mit Michael Vdelli |
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Die Schiessbude die
Ric Whittle, der Drummer von Vdelli
aufgebaut hatte, hat sich im Laufe der Jahre, da war sie noch sehr
minimalistisch ausgestattet, prächtig entwickelt. War Ric schon damals ein Ausnahmedrummer, so waren wir gespannt was uns an diesem Abend von diesem "Mörderset" ins Knochenmark grooven sollte. |
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Dann ging es auch schon los und ein bestens aufgelegter Michael Vdelli
liess seine Stromgitarre auf sein begeisterndes und mit Applaus nicht
geizendes Auditorium los, dass es eine Freude war. Da war es sofort wieder, diese "Vdelli-Gefühl" das wir von seinen Auftritten in den vergangenen Jahren auf der Burg Satzvey oder im Höttche in Brühl her kannten und mit dem er so viele Blues und Bluesrockfans für sich begeistern konnte. Bei Vdelli stimmt alles und wenn es auch noch so "heavy" zugeht, spürt man die "Seele" die sich die Jungs bei all diesem wunderbaren "Bluesrockgewitter" bewahrt haben.. Dabei kommt neben der absoluten Professionalität an Griffbrett, Drums oder Bass, der Spass den die Band bei ihren Konzerten auch selbst haben, nie zu kurz. Die Nähe die die Band zu ihrem Publikum zulässt wirkt nie aufgesetzt, sondern herzlich und echt. |
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Mit "Sometimes I Wonder" und "Hard Way", einem Kracher ihres neuesten
Albums
"AIN’T BRINGING ME DOWN", das auf
Jazzhouse
Records herausgekommen ist, gings direkt in die Vollen. Mit Bob Perry hat Vdelli mal wieder einen neuen Bassman auf ihrer Europa-Tour, der den aus der Band ausgeschiedenene Troy Gennoe nicht nur ersetzte, sondern einen fulminanten Einstieg in dieser "High Energy-Band" hinlegte, der sich gewaschen hatte. Das passte "on the Spot" und der Mann gab mit seinem Tieftöner das perfekte Grundgerüst zum Besten, auf dem sich Michael austoben konnte. Mädels, da ging die Post ab sag ich euch !!! |
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Vdelli macht keine "Gefangenen", die geben immer alles und so war es
auch an diesem Abend in Köln. Das Set wurde in einem Rutsch durchgespielt und die Musik ungefiltert und nahtlos rübertransportiert dass man nicht stillstehen kann. Das packt dich und lässt dich mitgrooven bis der "Wachtmann" kommt und vermittelt dir ein "Wir-Gefühl" mit dieser Truppe, die deinen Wohlbefindlichkeitsfaktor bis zum Anschlag aufdreht. Da sitzt jeder Break punktgenau auf der 12 und das blinde Verstehen besonders zwischen Ric Whittle und Michael Vdelli zeugt davon wie sehr sich die Beiden in ihrer langjährigen, gemeinsamen Karriere gefunden haben. |
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Ob Blues-Klassiker im "Vdelligewand" wie "Let My Mojo Working" oder
"Born Under a Bad Sign", ZZ Top Standards wie ""Waiting For The Bus"
oder Jesus Left Chicago", oder die Titel ihrer neuesten, jedem
Bluesrockfan ans Herz zu legende CD: Ein Liveauftritt von Vdelli ist eigentlich Pflichtprogramm für jeden der seine Liebe für die rockigere Art des Blues entdeckt hat. Kraftvoller und dynamischer kann ein "Powertrio" sowas nur schwerlich spielen. Und Ric Whittle war mal wieder in seinem Element. Toll sein Drumsolo gegen Ende des Konzertes. |
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Ja und wie schon eingangs erwähnt, war der mir bis dato unbekannte Bob
Perry, über die volle Distanz und virtuosem Basspiel ein Garant dafür,
dass der Vdellisound so richtig in Szene gesetzt wurde. Mit dem Mann haben sie einen guten Griff getan Mister Michael !!! Auch Perrys Mimik zeugte davon, wie sehr der, trotz schon 25jähriger Bühnenpräsenz noch sehr jugendlich wirkende Bassplayer, mitging. Eine echte Entdeckung ! Übrigens wurde der Sound (ein paar Dezibel weniger hätten es sein dürfen :-) von einem jungen Mann abgemischt, den viele schon von früheren Veranstaltungen des leider verstorbenen Harry Braun auf Burg Satzvey kannten. Phillip hat sein Handwerk dort von der Pike auf gelernt und ist mittlerweile sehr gefragt in dem Metier. |
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Das Publikum war restlos zufrieden mit dem was Vdelli an diesem Abend
wieder mal zu bieten hatte. Ein bisschen schade war dass die Band am gleichen Abend noch nach Frankfurt musste, wo sie übernachtete. Dadurch mussten wir uns mit 1 Zugabe zufrieden geben und um 22:00 Uhr war "Schicht im Schacht". Mir selbst kam das gar nicht so ungelegen, hatte ich doch noch einen hundert km Heimweg vor mir :-) |
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Wir trafen neben der halben Boogie Chillin Bluesband, die Vdelli auch
schon Support gespielt hatten, auch einige Bluesroader im Yard Club. Schön dass man sich bei diesen Gelegenheiten mal wiedersieht und wenn es ein so gelungenes Konzert war wie wir es an diesem Abend geboten bekamen, umso mehr. Mit "Suck It Up" und "Ain`t Brining Me Down", dem Titelsong der neuen Cd, beendeten Vdelli ihre Show, die keine Wünsche offen liess. Eine Klasse Band, tolle neue Tracks und einen Michael Vdelli wie wir ihn lieben !!!!! That is it ! |
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Michael mit unserer BluesRoad Moderatorin Jazzy, die auch das Interview
mit ihm geführt hatte. Sie selig, er begeistert von den Reaktionen des Publikums zu ihrer Show. Passt doch :-) |
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Trotz dem Zeitdruck unter dem die Band stand, nahmén sich die Jungs nach
dem Konzert noch die Zeit mit ihren Fans zu plaudern oder Autogramme zu
verteilen. Nicht zuletzt steht diese bescheidene und sympathische Art, mit der insbesondere Michael Vdelli mit seinem Publikum kommuniziert, dafür, dass Vdelli nicht nur künstlerisch voll überzeugt, sondern sich darüber hinaus das Wohlwollen des deutschen Publikums sichert. Dass dies nichts mit Berechnung zu tun hat, sondern einfach an der ehrlichen Art dieses Mannes liegt spürt man und ist ihm dankbar dafür. Daran sollten sich so manche unnahbar gewordenen "Saitenzupfgötter" bei Gelegenheit mal eine dicke Scheibe abschneiden !! |
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Danke für einen wunderschönes Konzerterlebnis Michael, Ric und Bob, es wird nicht unser letztes mit euch gewesen sein. Versprochen !!! |
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