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Joe Bonamassa und Jeff Beck am 19.7. auf der Museumsmeile in Bonn      |
Markus
Bluesroader
 
Dabei seit: 21.04.2010
Beiträge: 2
Name: Markus Schnurpfeil Herkunft: Deutschland
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| Joe Bonamassa und Jeff Beck am 19.7. auf der Museumsmeile in Bonn |
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Hallo zusammen,
nach langer Zeit melde ich mich auch noch mal mit einem kleinen Konzertbericht zu Wort.
Ich war gestern Abend zusammen mit ein paar tausend anderen Musikinteressierten auf der Bonner Museumsmeile beim Konzert von Joe Bonamassa und Jeff Beck. Das Fazit des Konzerts will ich gleich mal an den Anfang stellen: Ich habe einen großartigen, inspirierenden und sehr symphatischen Künstler erlebt - und einen anderen, der irgendwie überspielt, ausgebrannt und nicht authentisch wirkte und dessen Auftritt mich wirklich enttäuscht hat.
Der zweite Teil meines Fazits gilt leider für Joe Bonamassa. Der amerikanische Kollege präsentierte sich irgendwie nicht auf der Höhe. Der ganze Auftritt blieb ohne Highlights, die Songs von Bonamassa rissen nicht mit, sein ohne Frage virtuoses, aber im Grunde genommen doch vorhersehbares Gitarrenspiel ließ unter dem großen Zelt auf dem Bonner Museumsplatz keine richtige Stimmung aufkommen. Manchmal hatte ich das Gefühl, Joe Bonamassa hatte selbst keine Freude an dem Gig auf der eigentlich echt großartigen Open Air-Bühne. Für mich passte der Auftritt ein wenig ins Bild, das die Entwicklung von Bonamassa zeichnet: Er produziert Alben am Fließband, das Songwriting verflacht zunehmend und leider ist das Meiste, was Joe in letzter Zeit abliefert, aus meiner Sicht nicht besonders innovativ und inspiriert.
Innovativ und inspiriert - das sind zwei Attribute, die dagegen auf Jeff Beck in jeder Sekunde seines Auftritts zutrafen. Das Gitarrenspiel des älteren Herrn ist immer sensationell, überraschend - und es macht dem Publikum und ihm selbst ganz einfach Spaß. Ein großer Entertainer ist Beck noch immer nicht, aber das ist auch gar nicht erforderlich. Fast schüchtern steht er mit seiner weißen Strat vor der Band und holt aus der Klampfe atemberaubende Songpassagen heraus. Selbst so abgenudelte Lieder wie "Somewhere over the rainbow" verpackt Jeff Beck mit seinem Gitarrensound in erhebende Form. Und als Herr Beck ganz am Schluss seines Sets die gnadenlos schmalzige Opern-Nummer "Nessun Dorma" in den warmen Bonner Sommerabend sägt, da tritt meiner mitanwesenden Schwägerin vor Glück das Wasser in die Augen. "Jetzt", meint sie strahlend, "bin ich bereit für den Urlaub in der Toskana." Da sieht man mal, was gute Musik so alles bewirkt!
Und ich hoffe, Joe Bonamassa hat Jeff Beck bei der Arbeit ganz genau zugesehen. Von diesem alten Herrn kann der junge Joe noch eine Menge lernen.
findet ohne Wenn und Aber
Markus
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Markus: 20.07.2010 12:42.
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20.07.2010 12:40 |
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Markus
Bluesroader
 
Dabei seit: 21.04.2010
Beiträge: 2
Name: Markus Schnurpfeil Herkunft: Deutschland
Themenstarter
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Ja, John, das hast Du Recht. Jim Bowskill wollte ich natürlich nicht unterschlagen. Aber leider habe ich nur noch seinen letzten Song gehört, als ich draußen vor der Konzertkasse auf meine Kumpels gewartet habe. Aber zumindest die paar Riffs, die ich noch mitbekommen habe, machten doch Lust, diesem Musiker irgendwann mal richtig zuzuhören!
Besten Gruß
Markus
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21.07.2010 16:03 |
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Route99(99)
Bluesroader
 

Dabei seit: 07.04.2007
Beiträge: 39
Name: Werner Asche Herkunft: Olpe
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| RE: Joe Bonamassa und Jeff Beck am 19.7. auf der Museumsmeile in Bonn |
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Hallo Markus und Johnno,
schade, dass wir uns auf dem Konzert nicht getroffen haben.
Ich finde es gut, dass es keinen einheitlichen Musikgeschmack gibt, denn ich habe das Konzert ganz anders empfunden. Ich fand Joe Bonamassa war gut aufgelegt und hat, meiner Meinung nach, genial gespielt. Ich kann leider dieses Konzert nicht mit anderen Bonamassa-Konzerten vergleichen, trotzdem war es für mich ein Highlight.
Technisch war die Truppe um Jeff Beck eindeutig besser - allerdings hatte ich das Gefühl, dass Bonamassa Musik gespielt hat wohingegen Beck und sein Team nur Technik gezeigt haben. Mir war dieser Part zu seelenlos und aus diesem Grund habe ich nach einigen Stücken, die aus meiner Sicht alle dieselbe Tendenz zeigten, das Konzert vorzeitig verlassen. Ich scheine im Übrigen nicht der einzige gewesen zu sein, der das so gehandhabt hat, da bei Bonamassa die Leute noch dicht an dicht standen, wohingegen bei Beck im Zuschauerbereich deutlich mehr Platz war.
Jim Bowskill habe ich leider nicht sehen können, da ich verkehrsbedingt schon zu Bonamassa verspätet gekommen bin.
Es ist gut möglich, dass sich unser Musikgeschmack unterscheidet und dass sich die unterschiedliche Wahrnehmung so erklärt.
Gruß Route99(99) aka Werner
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Route99(99): 21.07.2010 18:11.
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21.07.2010 18:09 |
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JazzCopy
Bluesroader
 
Dabei seit: 05.04.2010
Beiträge: 18
Name: Michael Herkunft: Köln
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| RE: Joe Bonamassa und Jeff Beck am 19.7. auf der Museumsmeile in Bonn |
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Hi Liebe Bluesfreunde ,
ich war ja auch an diesem Tag in Bonn ,finde es sehr interrisant Eure Meinungen zu lesen .
Nun gut ich sah Joe Bonamassa nun zum 5.mal Live und bin ja auch bekennender Edelfan ,aber Ihr habt schon nicht Unrecht ,seine letzten beiden Alben hätte er sich sparen können .( Best Of und Blackrock)
Mir hat er an diesem Abend sehr gut gefallen ,er war ja auch mit Bestbesetzung angetreten . Joe Bonamassa / Guitar/Vocals ,Rick Melik /Keyboards , Carmine Rojas /Bass Guitar ,und Bogie Bouwls / Drums
Ich neige ja nie dazu jemanden als besten Musiker zu bezeichnen ,aber immerhin gehört er zu den Besten z.Z. das es da auch mal eine Phase gibt in der man nicht wie gewohnt glänzt empfinde ich als normal ,aber wie geschrieben ,er hat mir an diesem Abend mal wieder sehr viel Freude gemacht .
Einziger Minuspunkt war das er zu leise rüber kam und wenn man sich die Technik an sieht die ,die Tonleute da zu Verfügung haben ,dann kann man nur verwundert die Augen reiben ( Schade)
Dann kam Jeff Beck ,nun ihn hatte ich noch nie Live gesehen ,aber ich fand es schon sehr toll was er da ablieferte ,er war immer in der Lage
für Überraschungen zu sorgen .
Egal ob Jazz,Blues oder Classic er setzte jedem Stück seinen futuristischen Stempel auf .
Besonders gut gefallen hat mir die Lady am Bass (Fender Jazz Bass und Starbass ) sie bekommt an diesem Abend von mir das Prädikat ,Absolute Spitzenklasse .
Jimmy Bowskill habe ich leider aus Verkehrstechnischen Gründen nicht hören können .
Ein paar Bilder gibt es hier ,leider nur aus der Ferne aufgenommen ,näher kam ich nicht ran
.
http://www.myspace.com/jazzcopy/photos/a...07-2010/1556473
Das wars auch schon von mir .
Lieben Gruß
Micha
__________________ Wer Zeit zur Stille findet,stärktseine Fähigkeit,die Ruhe nicht zu verlieren
http://www.myspace.com/jazzcopy
Blues Bureau :
http://www.myspace.com/boogie43
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23.07.2010 19:15 |
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rorymania
Bluesroader
 

Dabei seit: 22.05.2007
Beiträge: 55
Name: Rolf Severin Herkunft: ursprünglich Berenbach
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Hi,
ich muss gestehen, dass ich lange darüber nachgedacht habe, dieses Konzert zu besuchen. Auch ich habe JB jetzt schon 5-6mal gesehen. Ich war nicht dort, lese eure Kommentare und habe ein DejaVu.
Ich habe mich oft mit shen darüber gestritten (Franz und ich haben diskutiert), aber JB hat ein Kopfproblem. Wenn er nicht im Mittelpunkt steht, geht ihm "so ein wenig" die Lust abhanden.
Ich habe das vor ein paar Jahren in Alzey erlebt, als Popa Chubby ihm "im Vorprogramm" das Wasser abgegraben hat. Anschließend (nachdem sein Manager einen Soap-Opera-reifen Stress abgeliefert hatte) hat Joe einen Pflicht-Gig von knapp einer Stunde abgeliefert und war weg. Man/ich muss betonen, dass er nach dem offentlichen Ausraster seines Managers selbst auf die Bühne kam und wörtlich sagte, dass dieser Manager ein Depp seie und er auf jeden Fall die zugesagten 1,5 Stunden spielen würde.
jetzt aber mal zum positven, aber ein wenig offtopic
Ich habe JB auf der MagicBike am 04.06. in Rüdesheim gesehen. EINFACH NUR GEIL!!!
Geschätzte 2000 Harley-Fahrer in einem Festzelt, Joe als Hauptact. Das Publikum ist mit jedem Riff mitgegangen, Joe hat die rockige Variante seines Repertoirs abgerufen und die Post ging ab. Man hat ihm den Spass, die Freude an der Situation angesehen. Abgesehen von dem Auftritt auf der Satzvey, sein bester Auftritt, den ich gesehen habe. Mit ist ein Joe mit einem Schlagzeug und ohne Bläser lieber, es sollte jemanden geben, der ihn am Boden hält.
Bluesigen Gruß
Rolf
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07.08.2010 08:40 |
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